Persönliche Worte

Ich betrachtete all die in Käfigen sitzenden Tiere im Tierheim … die Wegwerfprodukte der menschlichen Gesellschaft. Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung, Angst und Schrecken, Trauer und Verrat. Und ich war voller Zorn. „Gott,“ sagte ich, „das ist schrecklich! Warum tust Du nicht etwas?“ Gott war einen Moment lang still und dann sprach er sanft. „Ich habe etwas getan,“ antwortete er.  „Ich habe Dich geschaffen.“  (Jim Willis 1999, Autor)

 

Dieser vorstehende Spruch von Jim Willis hat mich wie kein anderer Spruch inspiriert, etwas für unsere Mitgeschöpfe – die Tiere – zu tun.
Was in diesem Spruch über die Tiere im Tierheim ausgesagt wird, habe ich sinngemäß auch auf die Nutztiere – insbesondere in der Massentierhaltung – übertragen. Durch diesen Spruch fühle ich mich angesprochen tätig zu werden, ja es sogar als meine Aufgabe anzusehen, unseren Mitgeschöpfen eine Stimme zu geben und ihnen zu helfen, es zumindest zu versuchen. Ich muss einfach etwas tun! Diese Seiten sollen ein erster Beitrag dazu sein.

 


v.l.n.r.: Jörg van den Dolder, Bettina Herlizius (MdB), Willi Mispelbaum, Friedrich Ostendorff (MdB)
Politiker von B’90/DIE GRÜNEN vor einer Massentierhaltungsanlage mit ca. 80.000 Legehennen (April 2012)
(Foto: Heinsberger-Zeitung)

 

Obwohl ich schon immer dem Tierschutz zugewandt war wurde mein Engagement gegen Massentierhaltung erst durch ein bestimmtes Schlüsselerlebnis ausgelöst: Einem Ortstermin mit einigen Grünen-Politikern vor einer Legehennenanlage in Gangelt-Breberen im April 2012 (siehe vorstehendes Foto). Die Vorstellung, dass in dieser Legenhennenanlage ca. 80.000 Legehennen ihr trostloses Dasein fristen müssen, hat in mir nachhaltig gewirkt.

Auch ich habe viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte nicht nachgedacht … viel zu lange einfach ignoriert … viel zu lange einfach verdrängt … viel zu lange einfach konsumiert … und viel zu lange geschwiegen! Auch ich wollte es nicht wissen, wo das Stück Fleisch auf meinem Teller herkommt und unter welchen Bedingungen es erzeugt worden ist.
Jetzt habe ich endlich nachgedacht. Spät, aber besser als nie! Jetzt ignoriere ich das Leiden der Nutztiere nicht mehr, jetzt verdränge ich es nicht mehr, jetzt werde ich nicht mehr schweigen und ich werde versuchen unseren Mitgeschöpfen zu helfen und ihnen eine Stimme geben. So wie wir Menschen mit unseren tierischen Mitgeschöpfen umgehen ist barbarisch und grausam! Wir müssen umdenken und wir müssen unbedingt unser Konsumverhalten ändern!

 

Ich habe lange Zeit durch mein Konsumverhalten dazu beigetragen, dass:

  • Tiere in ihren Fäkalien leben müssen und sie von den Ammoniakdämpfen kranke Lungen, Entzündungen und Verätzungen bekommen
  • Tiere so überzüchtet und gemästet werden, dass ihre Skelette die schnell wachsenden Fleischmassen nicht mehr tragen können
  • Tiere sehr jung als „Kinder in Erwachsenenkörpern“ geschlachtet werden, obwohl sie eine weit höhere Lebenserwartung hätten
  • Tiere in bedrückender Enge in dunklen stinkenden Ställen gehalten werden, so dicht, dass man den Boden kaum noch sehen kann
  • Schweine in beengten Boxen gemästet werden, in denen sie sich nicht bewegen können, weil jede Bewegung zur Gewichtsreduktion beitragen könnte
  • Puten und Legehennen Teile ihrer Schnäbel abgetrennt werden, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen
  • Ferkeln Schwänze und Eckzähne abgeschliffen werden und männliche Ferkel bei vollem Bewusstsein kastriert werden, indem man ihnen die Hoden ohne Betäubung herausschneidet
  • viele Tiere bei der Schlachtung nicht richtig betäubt werden und mit der „Weiterverarbeitung“ schon begonnen wird, wenn sie noch bei Bewusstsein sind
  • die männlichen Küken (die Brüder der Legehennen) direkt nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast werden
  • usw. usf. …

 

Diese Aufzählung ist nur ein Bruchteil von dem, wofür ich mitverantwortlich war und sie ist bei Weitem nicht vollständig und liesse sich beliebig fortsetzen. Ich war Jahrzehnte lang für all diese Dinge mit verantwortlich und habe all das durch mein Konsumverhalten gefördert und mitfinanziert, es sozusagen mit in Auftrag gegeben. Ich habe dieses unbeschreibliche Leiden der Tiere mit verantwortet – und ich schäme mich dafür! Nun habe ich für mich entschieden: Damit ist jetzt Schluss!

 

 

 

 

 

Es geht mir nicht darum Sie liebe Leserin/lieber Leser dieser Seiten zu missionieren, auf tierische Produkte voll und ganz zu verzichten.
Mit diesen Seiten möchte ich Aufklärungsarbeit leisten, die Missstände in der Massentierhaltung anprangern, den grausamen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen ein Stück weit mehr öffentlich machen und allen Menschen vor Augen führen, was wir alle diesen fühlenden und leidensfähigen Mitlebewesen antun. Sie müssen dann ganz allein und für sich selbst entscheiden, ob Sie etwas ändern wollen und wenn ja was. Aber bitte: informieren Sie sich hier eingehend, bevor Sie eine Entscheidung für oder gegen eine Änderung Ihres Verhaltens treffen. Besuchen Sie auch die Bereiche, die Sie möglicherweise aufgrund der brutalen Bilder/Videos nicht sehen wollen. Nur wenn Sie sich diese Bilder wirklich „angetan“ haben, nur dann haben Sie ein Bild von dem, wie es wirklich ist und um was es geht – und für was auch Sie mitverantwortlich sind!

 

Mir geht es in erster Linie um den Schutz der Tiere. Vielleicht kann ich mit diesen Seiten auch einige von Ihnen zum Umdenken bewegen! Ich selbst habe für mich, wenn auch spät, die Erkenntnis gewonnen, dass wir Menschen so nicht weitermachen können und dürfen und so habe ich meine eigene Einstellung und mein Konsumverhalten drastisch geändert. Ich bin jetzt Vegetarier! Kein Veganer, aber immerhin achte ich bei Milchprodukten darauf möglichst auf Alternativen auszuweichen.

Wenn ich mich nach Jahrzehnten umorientieren kann, dann können Sie das auch!

 

Als tierlieber Mensch haderte ich schon lange mit dem Gedanken, dass es Tiere gibt, die ich streichelte und Tiere, die ich gegessen habe. Deshalb ist es für mich heute unverständlich, dass es Menschen gibt, die einerseits liebevoll mit ihren Haustieren umgehen und sich zurecht über die Quälerei von Hunden und Katzen aufregen, aber andererseits keine Probleme damit haben, ein Wurstbrötchen oder ein Schnitzel zu verzehren, womit sie erheblich größere Quälerei verursachen.

Was wir Menschen unseren mitgeschöpflichen Lebewesen antun ist unmenschlich, ist barbarisch, ist grausam, ist abscheulich, ist gefühllos und entbehrt jedes Verständnisses. Vor diesem Hintergrund ist der Mensch die schlimmste Bestie auf diesem Planeten. Dies wird uns nicht nur tagtäglich vor Augen geführt, wenn es um Tiere geht, sondern auch im Umgang des Menschen mit seiner eigenen Spezies.

Seien Sie sich klar darüber: Wenn Sie kein Vegetarier oder Veganer sind, so tragen auch Sie dazu bei, Massentierhaltung zu fördern und das Leid der Nutztiere in Kauf zu nehmen. Momentan fallen dem Hunger auf Fleisch, Fisch, Milch und Eier jedes Jahr unzählige Hühner, Rinder, Schweine und andere empfindsame Wesen zum Opfer. In den meisten Fällen werden sie dabei zu bloßen Produktionseinheiten degradiert.

Bei der Haltung und der Behandlung der Nutztiere können durchaus Parallelen zu den unsäglichen Bedingungen in den Konzentrationslagern während der grausamen NS-Herrschaft gezogen werden. Natürlich gibt es dabei einen gewaltigen Unterschied: damals ging es um Menschen, hier und heute geht es um Nutztiere.
Nun höre ich schon die Stimmen laut werden, dass man dies nicht miteinander vergleichen kann. Richtig, deshalb verzichte ich auf Vergleiche und ziehe lediglich Parallelen. Im Übrigen wurden Vergleiche zwischen Tier-KZs und Menschen-KZs nicht (nur) von irgendwelchen rabiaten Tierrechtlern gezogen, sondern sogar von jenen, die in und unter den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten am meisten gelitten haben, nämlich von Juden. So schrieb der Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer: „Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi … Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.“

 

Bitte schauen auch Sie deshalb endlich hin, schauen Sie nicht mehr länger weg!!! Ignorieren Sie nicht weiter dieses unbeschreibliche Leid der Nutztiere, für welches wir Menschen ganz allein verantwortlich sind! Ich hege die Hoffnung, dass nachfolgende Generationen anders mit den Tieren umgehen werden, als wir es derzeit tun, ich hoffe es inständig für die geschundenen und gequälten Tiere!
Wenn also Ihre Enkel Sie irgendwann darauf ansprechen, warum Sie all dies zugelassen haben – ja sogar mitgemacht haben, dann sagen Sie bitte nicht, Sie hätten nichts davon gewusst!

 

 

Flyer von Soylent-Network

 

Wenn Sie jetzt nicht umdenken, wo Sie gezielt damit konfrontiert werden, dann sollten Sie Ihren Enkeln später ehrlich antworten und zu Ihrem Verhalten stehen. Sagen Sie Ihnen dann wahrheitsgemäss, dass das Stückchen Fleisch in Ihrem Mund Ihnen mehr bedeutet hat als das Leid der Tiere in der Massentierhaltung.

 

Bringen Sie unseren Mitgeschöpfen die Menschlichkeit entgegen, die diese fühlenden Lebewesen mit Recht von uns Menschen erwarten können und verdienen! 

 

Wir zeigen selbst oft auf eine desinteressierte, gefühllose Öffentlichkeit und machen sie zum Hauptverantwortlichen für die Tier- und Umweltschutzprobleme. Aber wir vergessen dabei: Wir selbst sind diese Öffentlichkeit!!! Wir wählen die Gesetzgeber, die dann die Gesetze verabschieden. Wir schaffen die öffentliche Meinung! Und … wir sind es die bedenkenlos konsumieren!


Ihre Gleichgültigkeit als Verbraucher gegenüber unseren Nutztieren macht Massentierhaltung und damit dieses unbeschreibliche Tierelend erst möglich und fördert dieses weiterhin!

 

Schieben Sie die Verantwortung nicht einfach auf die Politik ab, die es richten müsste, damit Sie weiter Fleisch u.a. Tierprodukte konsumieren können. Natürlich muss auch die Politik tätig werden, durch entsprechende Gesetze und Verordnungen und vor allem durch Überwachung der erlassenen Regelungen. Ohne das Sie aber als Verbraucher Ihr Konsumverhalten erheblich ändern wird auch die Politik allein die Missstände in der Massentierhaltung und die durch sie verursachten Probleme nicht beseitigen können, wenn Sie als Verbraucher weiter ungezügelt nachfragen.

 

 

 

 

 

Sie allein, liebe Leserin/lieber Leser dieser Seiten, haben es in erster Linie in der Hand mit Ihrem Konsumverhalten darüber zu entscheiden, ob es weiterhin Massentierhaltung – und damit unsägliches Tierelend und Tierleid – geben wird oder nicht! Sie entscheiden mit darüber, wie wir mit unseren Nutztieren in Zukunft umgehen werden. Sie sind mit dafür verantwortlich und können sich nicht dieser Verantwortung entziehen! Wenn Sie weiterhin wegschauen, fördern Sie weiterhin das Foltern der Nutztiere.
Bitte argumentieren Sie jetzt nicht, dass es auf Sie als Einzelnen doch nicht ankommt. Wenn jeder so denken würde, würde es niemals eine Veränderung geben. Es kommt auf jeden Einzelnen an. Das Wenige, dass Sie tun können ist viel! Und wenn Sie vielleicht auch noch in Ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis das Thema ansprechen, können Sie möglicherweise dazu beitragen, dass sich noch mehr Menschen damit befassen und sich ggf. umorientieren.

 

Es geht bei der Massentierhaltung im Übrigen nicht nur um Tierschutz, es geht um viel mehr. Es geht um Umweltschutz, es geht auch um Ihre Gesundheit und es geht auch um die Welternährung. Was all dies mit der Massentierhaltung zu tun hat erfahren Sie auf diesen Seiten.

 

Und noch etwas:
Viele sind vielleicht der Ansicht, dass es auch genug „Menschenleid“ auf dieser Welt gibt, um das man sich in erster Linie kümmern sollte. Stimmt, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Gerade in dieser Hinsicht sind auch viele Menschen und Institutionen unterwegs, um hier zu helfen. Allerdings sollte man unsere Mitgeschöpfe nicht sich selbst überlassen, denn sie können nicht für sich selbst sprechen, haben kaum eine Lobby und so sind gerade sie auf uns Menschen angewiesen.

 

Ein Spruch von Götz von Langheim (deutscher Schauspieler) drückt es treffend aus:
„Die Tatsache, dass es viel zu wenig Menschen gibt, die etwas für andere Menschen tun, ist kein Argument, gegen die andere Tatsache, dass es noch viel weniger Menschen gibt, die in irgendeiner Weise das Bedürfnis verspüren, etwas für die Tiere zu tun.“

 

Willi Mispelbaum, Heinsberg im Dezember 2012

 

Das Mitgefühl mit allen Geschöpfen ist es, was einen Menschen erst wirklich zum Menschen macht.  (Albert Schweitzer, ev. Theologe, Arzt u. Philosoph, 1875-1965)


Ein paar persönliche Worte an die Massentierhalter:

 

Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein. 
(Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph, 1788 – 1860)

 

Diesem Spruch möchte ich mich anschliessen. Wie kann man derart grausam zu den Tieren sein, wie es die Massentierhalter sind?
Auch wenn die Massentierhalter ihr Handeln möglicherweise garnicht als grausam ansehen, so gibt es wohl objektiv betrachtet überhaupt keinen Zweifel daran, dass das Halten und das Behandeln der „Nutztiere“ in der Massentierhaltung, während des Transportes und während der Schlachtung als grausam und bestialisch anzusehen ist! Dies sagt einem schon der „normale“ gesunde Menschenverstand, sofern man über einen solchen verfügt.

 

Wer so mit Tieren umgeht, der hat für mich den letzten Funken an Menschlichkeit verloren, denn ihm fehlt jedes Mitgefühl! Wie abgebrüht muss man sein, um soviel Leid selbst zu produzieren und in der Folge zu ignorieren? Ich frage mich, wie man als Massentierhalter überhaupt noch in den Spiegel schauen kann bei soviel Tierleid was man selbst mit eigenen Händen tagtäglich produziert und fördert? Eigentlich müsste doch das eigene Handeln Albträume verursachen? Legt Ihr eigentlich Euer Mitgefühl und Euere Menschlichkeit ab, wenn Ihr morgens in den Stall oder in die Halle geht?

 

Wer nur einmal in die geschundenen Augen der Tiere gesehen hat, den lässt dieser Blick nicht mehr los, den kann dieser Blick nicht mehr loslassen, weil sich darin das Leid und die Qual der Tiere widerspiegelt.

 

 

 

 

 

Menschen, die dies nicht mehr sehen sind in meinen Augen skrupellos und gefühlskalt, es können meiner Meinung nach keine guten Menschen sein! Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass man als Tierschützer von Massentierhaltern in Diskussionen oder Gesprächen immer wieder auf eine aggressive Art angegangen wird, ja manchmal beleidigt und auch bedroht wird! Hier zeigt sich dann oft das wahre Gesicht dieser Menschen. Aber was will man anders von jemandem erwarten, dem das Leid der Tiere egal ist und dessen Beruf es ist Tiere derart qualvoll zu halten und zu behandeln???
Es tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen aber ich denke, solange es solche „abgebrühten“, eiskalten und rücksichtslosen Menschen gibt, solange wird es auch nicht Frieden auf Erden geben können, denn wer kein Tierfreund ist, der kann in meinen Augen auch kein Menschenfreund sein.

 

Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen, aber er verliert seine eigene. (Albert Schweitzer, ev. Theologe, Arzt u. Philosoph, 1875-1965)


 

Ein paar persönliche Worte an die Politiker:

 

Ich bin für Tierrechte ebenso wie für Menschenrechte. Das ist es, was einen vollkommenen Menschen ausmacht.  (Abraham Lincoln, US-Präsident, 1809 – 1865)

 

Ihr hättet es in der Hand den Tieren viel Elend und Leid zu ersparen. Doch was tut Ihr? So gut wie nichts!
Der Tierschutz wurde schon 2002 als Staatsziel in das Grundgesetz aufgenommen. Seit dem hat sich aber für die Tiere nicht wirklich etwas verändert! Die Tiere würden wahrscheinlich dazu sagen: „Danke Deutschland, „verarschen“ können wir uns selbst!“

 

Ich möchte an dieser Stelle nicht parteiisch werden, aber die derzeitige (2011, 2012) schwarz-gelbe Regierung tut meiner Meinung nach so gut wie nichts, den Tierschutz zu verbessern. Selbst kleinste Verbesserungen werden nicht umgesetzt. Da gibt es Übergangslösungen zu Gunsten der Massentierhalter von 10 Jahren und zum Teil mehr. Wenn dies keine Lobby-Politik für die Massentierhalter ist, dann weiss ich es auch nicht!? Es bleibt nur zu hoffen, dass die Menschen bei der nächsten Wahl genau hinschauen, welcher Partei sie Ihre Stimme geben.

 

Wollt Ihr weiterhin tatenlos zusehen wie die Tiere in den Massentierhaltungsanlagen unter unsäglichen Bedingungen gehalten werden? Wollt Ihr weiterhin tatenlos zusehen, wie die Tiere während der Tiertransporte behandelt werden und wie sie dabei leiden?
Wollt Ihr weiterhin tatenlos zusehen, wie grausam die Tiere bei der Schlachtung behandelt werden?
Wann werdet Ihr endlich das Staatsziel Tierschutz umsetzen? Wieviele Übergangsfristen wollt Ihr noch schaffen?

 

An Sie meine Damen und Herren Politiker, appelliere ich mehr zu tun als ein Tierschutzgesetz zu erlassen, an das sich niemand meint halten zu müssen.

 

Wie gerade Euch Politikern bekannt sein dürfte geht es im Übrigen nicht nur um Tierschutz, sondern auch um Verbraucherschutz und um Umweltschutz. Der massenhafte Antibiotikaeinsatz, das Verfüttern von dioxinverseuchtem Futter, die Gefahr des Entweichens von Keimen aus Massentierhaltungsanlagen und die Nitratbelastung unserer Böden durch Gülle geht uns alle an. Aber auch dagegen unternehmt Ihr zu wenig bis nichts! Liebe Politikerinnen und Politiker, man könnte sagen: Auf diesen Gebieten versagt Ihr auf der ganzen Linie!

 

Auch wäre es wünschenswert, eine Kennzeichnungspflicht für tierische Produkte bezüglich Tierschutzstandards einzuführen, doch auch solche Forderungen verhallen in Eueren Ohren. Ihr habt’s grad mal geschafft Eier mit einer Kennzeichnung (0 = okologische Erzeugung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung) zu versehen (damals initiiert von den GRÜNEN unter Renate Künast als BMEL), aber eine Kennzeichnung von Lebensmitteln wie z.B.: Nudeln oder Backwaren, in denen Eier verarbeitet werden, gibt es immer noch nicht. Somit ist wohl anzunehmen, dass in diesen Lebensmitteln überwiegend die Eier aus Käfighaltung Verwendung finden werden. Auch hier scheint mir wieder Lobby-Politik zugunsten der „Hühnerbarone“ betrieben zu werden, denn die Übergangsfrist für Käfigeier (aus sogenannter Kleingruppenhaltung) sollte ja nach dem Willen der schwarz-gelben Bundesregierung (Stand: 2011/2012) noch bis 2035 (!!!) erlaubt sein. Unfassbar!!!
Glücklicherweise wurde diese Übergangsfrist durch eine Initiative der Bundesländer Niedersachsen und Rheinland-Pfalz nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Kleingruppenhaltung (Käfighaltung) erheblich verkürzt, sodass die Bundesregierung einlenken musste. Die Übergangsfristen für Kleingruppenhaltung sind nun auf 2023 begrenzt (für „Härtefälle“ bis 2025). Bis dahin müssen also noch Generationen von Legehennen in Käfigen ihr Dasein fristen.

Eine Kennzeichnungspflicht für solche Lebensmittel einzuführen, in denen Eier verarbeitet sind, wäre relativ einfach und schnell umsetzbar, aber scheinbar ist es nicht gewollt, damit der Verbraucher sich bei solchen Lebensmitteln nicht bewusst gegen Eier aus Käfighaltung entscheiden kann und damit die „Hühnerbarone“ auf diesen Eiern sitzen bleiben. Sorgen Sie als Politiker dafür, dass der Verbraucher sich entscheiden kann!

Übrigens: Eine solche Kennzeichnungspflicht sollte es auch bei tierischen Produkten geben, die nicht als Nahrung dienen, wie z.B.: Leder, Pelze, Daunen, etc.

 

In Sachen Tierschutz, liebe Politiker, regiert Ihr wie in vielen anderen Bereichen auch: am wachsenden Willen des Volkes vorbei.

 

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.  (Mahatma Gandhi, indischer Morallehrer und Publizist, 1869 – 1948)


Wenn die Tiere in der Massentierhaltung reden könnten, dann würden sie vielleicht
die folgende Bitte an uns Menschen richten:

 

„Liebe Menschen …
auch wir haben Gefühle, empfinden Schmerz und wollen leben! Wenn Ihr nur einen Funken Mitgefühl habt, dann lasst uns nicht in den von Euch geschaffenen Höllen dahinvegetieren, leiden und verrecken! Ja, wir verrecken hier in den von Euch geschaffenen Folterkammern!
Die meisten von Euch erfreuen sich ihres Lebens, das gönnen wir Euch auch. Von uns Tieren kann sich keines auch nur annähernd eine Minute seines „Lebens“ erfreuen, weil wir in diesen Tierhöllen kein Leben haben. Wir sind ständigem Leid ausgesetzt. Nur Ihr Menschen habt es in der Hand daran etwas zu ändern.

Wir bitten Euch inständig: „Helft uns!!! Wir können uns nicht selbst helfen.“


Ein paar Worte zu PETA e.V.:

 

PETA Deutschland e. V. ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

Ich habe sehr grossen Respekt vor der Arbeit von PETA und dem unermüdlichen Einsatz für den Tierschutz in Deutschland und in der ganzen Welt. Ohne PETA wären viele der Missstände in allen Bereichen, wo es um Tiere geht, nicht aufgedeckt worden. Entsprechend wünsche ich PETA auch für die Zukunft viel Erfolg für die Arbeit zum Wohl der Tiere.

Mein besonderer Dank gilt Dr. Edmund Haferbeck (PETA e.V.), den ich persönlich kennen lernen durfte und über den ich weitere Einblicke in Tierschutzthemen und insbesondere dem Thema „Massentierhaltung“ bekommen habe.

 


Dr. Edmund Haferbeck bei einem Vortrag zum Thema Massentierhaltung in Heinsberg
Foto: Heinsberger-Zeitung, Dettmar Fischer


Wenn Schlachthöfe Fenster hätten, wäre jeder Mensch Vegetarier.
(Paul McCartney, englischer Popmusiker, „Beatles“)



Fortschreibung meiner persönlichen Worte (ab April 2014)

Aufgrund persönlicher Erfahrungen und Gespräche, neuer oder zusätzlicher Erkenntnisse oder einfach nur wegen weiterer Kommentierungsbedürfnisse möchte ich an dieser Stelle meine persönlichen Worte fortschreiben. Hier werden Sie künftig also hin und wieder neuere Beiträge finden, die meine Sicht zu einigen Themen wiedergeben.

 

22.04.2014: Anruf eines Landwirtes (Herr H.) aus der Heinsberger Umgebung zu meiner Haltung zur Massentierhaltung

 

Die Diskussion am Telefon dauerte ca. 40 Minuten. Ich kann und werde an dieser Stelle nicht alle Inhalte wiedergeben können. Ich möchte lediglich auf einen besonderen Umstand hinweisen, auf den mich auch dieser Landwirt versuchte „festzunageln“.
Übrigens: Nach meinen Informationen handelt es sich bei diesem Landwirt um einen Kaninchenmäster mit ca. 4000 Kaninchen.

 

Als Gegner von Massentierhaltungen wird einem immer wieder die Frage gestellt, bei welcher Tierart und Anzahl es sich denn um Massentierhaltung handeln würde. Darauf kann man verständlicherweise nicht mit irgendeiner Zahl antworten, weil die Grenzen fliessend sind. Man kann z.B. nicht sagen, dass z.B. Schweinehaltung bis 1200 Schweine als konventionelle Haltung gilt und ab 1201 Schweinen Massentierhaltung beginnt. Ebenso findet man auch nirgends eine allgemeingültige und verbindliche Definition des Begriffes Massentierhaltung in Bezug auf die Anzahl der gehaltenen Tiere.
Auch kann wohl jemand definieren, ab wann man von Massenpanik, Massenhysterie, Massentourismus o.Ä. spricht. Somit ist dies beim Begriff „Massentierhaltung“ auch nicht möglich.

 

Näheres zur Massentierhaltung (Intensivtierhaltung) siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Massentierhaltung
Auch hier wird lediglich von Richtwerten gesprochen, Zitat: “ Als Grenzwerte nennt die deutsche VO, mit der die EU-Richtlinie in nationales Recht übernommen wurde bei Anlagen zur Intensivhaltung oder -aufzucht von Geflügel oder Schweinen mit 40000 Plätzen für Geflügel, mit 3000 Plätzen für Mastschweine (über 30 kg), mit 900 Plätzen für Sauen und intensive Aquakultur bei einer Produktionskapazität von 1000 t Fisch oder Muscheln pro Jahr.“ (Zitatende)

 

Ich möchte einmal ganz klar sagen, dass es mir beim Anprangern der Massentierhaltung nur sekundär um die Anzahl der gehaltenen Tiere geht, primär geht es mir um die Haltung der Tiere und diese ist in der Massentierhaltung vollkommen grausam, verabscheuungswürdig, in höchstem Maße tierschutzwidrig und muss deshalb abgelehnt werden.
Nun bedeutet das selbstverständlich nicht, dass die Haltungsformen in der konventionellen Tierhaltung somit einwandfrei wären, ganz im Gegenteil. Auch hier gibt es massenweise Haltungsformen, die nicht anders sind als in der Massentierhaltung oder die nur geringfügig besser sind als dort, aber dennoch genauso zu verurteilen sind.
Der einzelne Landwirt als Tierhalter kann sich also nicht damit reinwaschen, wenn er sich nicht als Massentierhalter sieht, weil er bezogen auf die Anzahl der gehaltenen Tiere meint nicht als Massentierhalter zu gelten. Er muss sich, genau wie der Massentierhalter daran messen lassen, wie er seine Tiere hält und ob er tierschutzrechtliche Standards (im Sinne des Tierschutzes) einhält.
Und hier sind wir beim nächsten Punkt: Auch dieser Landwirt gab an, dass er von zwei verschiedenen Institutionen (u.a. dem Kreisveterinäramt) immer wieder periodisch überprüft wird und ihm immer bescheinigt würde, dass bei ihm alles in Ordnung sei.
Diese Institutionen kontrollieren die Betriebe ausschliesslich auf die ordnungsgemässe Einhaltung der Nutztierhaltungsverordnung und genau diese lässt diese unsäglich schlechten Haltungsbedingungen zu!
Fazit: Wenn es um Tierschutz geht kann man die Nutztierhaltungsverordnung nicht als Maßstab nehmen. Man muss die eigentlichen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes anlegen (welches leider für Nutztiere auf diese Verordnung verweist), ohne die Ausnahmen für Nutztiere! Dann würde es den Nutztieren schon wesentlich besser ergehen.

 

Also … sehr geehrte Landwirte … wenn Ihr mich das nächste Mal kontaktiert, dann lest Euch zuerst einmal diese Seiten komplett durch, denn dann kann man sich viele Diskussionen ersparen.

 

Ach ja … eines möchte ich noch erwähnen … dieser Landwirt erzählte mir, dass er auch auf der oben erwähnten Veranstaltung von Dr. Edmund Haferbeck (PETA) zum Vortrag zum Thema Massentierhaltung in Heinsberg im Herbst 2012 dabei war. Ich erinnere mich daran, dass damals die Vortragsveranstaltung von ihm und einem weiteren Landwirt massiv gestört wurde. Im Telefonat erwähnte er: (Zitat) „Der Herr Haferbeck wäre unter Hitler ein guter Propagandaminister gewesen, so wie er die Leute gegen die Landwirte aufbringt …“ (Zitatende)
Dies möchte ich nicht kommentieren, es spricht für sich und man merkt gerade an solchen Äusserungen, mit welcher Klientel man es bei Massentierhaltern oft zu tun hat.

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