Umweltschutz

Zunächst ein Video zur Thematik „Klimakiller Nr. 1“ (Fleisch):

 

 

Massentierhaltung und der damit einhergehende Fleischkonsum zerstört unsere Umwelt! Fleisch kommt uns teuer zu stehen.
Die Massentierhaltung ist eine wesentliche Ursache des Klimawandels und hauptverantwortlich für den von Menschen verursachten Treibhauseffekt. Sie treibt nicht nur die globale Erwärmung weiter voran, sondern schädigt auch die Umwelt und Natur durch die riesigen Mengen anfallender Gülle, die auf die Felder ausgebracht eine hohe Nitrat-Belastung der Böden verursacht. Im Übermaß ausgebracht gelangt ein wesentlicher Anteil der Nitrate ins Grundwasser.
Dieses Wasser ist dann nicht mehr zum Trinken geeignet. In der Umgebung vieler Anlagen zur Massentierhaltung ist das Grundwasser nachweisbar stark mit Nitraten belastet. Dieses Problem wiegt besonders schwer in Niedersachsen, der deutschen Hochburg der Massentierhaltung. Über Flüsse gelangen Nitrate ins Meer, nachweisbar in den südlichen Küstengewässern der Nordsee und in der gesamten Ostsee. Dort verursachen sie Massenwachstum von Algen und pflanzlichem Plankton. Nach deren Absterben kommt es zu großflächigen Fäulnisprozessen, die das Leben im Meer vergiften.

Das Gülleproblem wird in dem nachstehenden Video anschaulich erklärt:

 

Video Gülleproblematik

 

Traktor beim Ausbringen von Gülle in der Nähe eines Wohngebietes


C by W.Mispelbaum, Heinsberg

 


C by W.Mispelbaum, Heinsberg

 

Weitere Infos zum Gülleproblem:

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)

Die Zeit

 

Und noch ein weiteres Problem, welches mit der Trinkwasserverschmutzung einhergeht

Anlässlich der Studie des Umweltbundesamtes, wonach durch erhöhte Nitratwerte die Trinkwasserkosten steigen, erklärt  Norwich Rüße, Agrar-Experte der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW in der Pressemitteilung 17/17 vom 13.06.2017:

 

Billiges Fleisch kommt am Ende alle teuer zu stehen!

 

Zur Studie des Bundesumweltamtes:
http://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/zu-viel-duenger-trinkwasser-koennte-teurer-werden

 

„Die Studie des Umweltbundesamtes ist alarmierend. Sie macht deutlich, dass wir schleunigst umsteuern müssen, um unser Grundnahrungsmittel Nummer eins, das Wasser, nicht zum Luxusgut werden zu lassen. Die industrialisierte Tierhaltung, die einen Großteil der massiven Güllemengen auf den Feldern und damit Nitrat im Grundwasser zu verantworten hat, führt in eine gefährliche Sackgasse. Auch die von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt durchgesetzte Düngeverordnung liefert auf diese Fragen keine Antworten. Im Gegenteil, sie lässt wesentliche Aspekte, wie die notwendige Gülle-Reduzierung, völlig außer Acht.

Und es ist nicht die Tierhaltung mit zu hohen Güllemengen alleine: Die Landwirtschaft setzt insgesamt viel zu viel Stickstoff ein. Unter anderem muss die Bodenqualität wieder zum Maßstab für eine umweltgerechte und wasserschonende Düngung in der Landwirtschaft werden. Der Bauernverband, der jetzt reflexhaft in die Abwehrhaltung geht, muss seinen Teil zur Problemlösung beitragen. Bei einem „weiter so“ kommt billiges Fleisch am Ende alle teuer zu stehen.“


Das Sterben der Regenwälder

 

Um mehr Anbauflächen für die Futtermittel zu bekommen werden Teile der Regenwälder abgeholzt. Wie jedem hinlänglich bekannt sein dürfte wird hierdurch auch der Klimawandel stark gefördert.
Jeden Tag werden weltweit rund 356 Millionen Quadratmeter Wald abgeholzt oder abgebrannt – der größte Teil davon in den Tropen. Das sind pro Jahr 130.000 Quadratkilometer – eine Fläche so groß wie Griechenland. Pro Minute macht das 35 große Fußballfelder! Der tropische Regenwald schrumpft hauptsächlich deshalb, weil dort riesige Futtermittelflächen benötigt werden. Nebenbei wird mit den tropischen Hölzern auch noch viel Geld gemacht. Von all dem haben die Menschen vor Ort nichts!

 

Link zu  „Abenteuer Regenwald“
Link zu „Faszination Regenwald“

 

So sieht ein kleines Stück eines zerstörten Regenwaldes aus …

Copyright by Dr. Tom Deutschle (www.faszination-regenwald.de)

 

Auch im Angesicht der Klimadebatte ist die industrielle Fleischproduktion skandalös: Während bei der Erzeugung von z.B. Weizen oder Karotten nur 230 bzw. 69 g CO2-Äquvalente pro kg emittiert werden, sind es bei Rindfleisch 10693 g/kg – es besteht also ein enormes Klimaentlastungspotential durch eine fleischreduzierte oder vegetarische Ernährungsweise. Dies ergab eine an der Universität Gießen durchgeführte Studie.
(Quelle: VEBU-Pressemeldung 04.09.2006)

 

Ein Kilo Schweinesteak zu erzeugen verursacht rund 20 Mal mehr Treibhausgase als ein Kilo Gemüse zu produzieren.
(Quelle: Grüne Bundestagsfraktion, Flyer 18/27)

 

Wasserverbrauch

 

In der Massentierhaltung und der damit verbundenen Fleischproduktion werden gigantische Mengen an Wasser verbraucht. Dies veranschaulicht Ihnen die nachstehende Tabelle:

 

Produkt Benötigtes Wasser in Liter, um
1 kg des Produktes zu erzeugen
Rindfleisch 16.000 Liter
Schweinefleisch 5.900 Liter
Geflügelfleisch 2.800 Liter
Brot 1.100 Liter

(Quelle: Bommert 2009, S.126, und Hirn 2009, S.163,
aus http://www.politikundunterricht.de/1_11/ernaehrungskrisen.pdf)

 

(Quelle: PETA Deutschland e.V.)

 

1 Steak entspricht etwa 225 bis 250 g.
Dafür werden 4000 Liter Wasser benötigt. Bei 1 kg entspricht dies dem o.g. Tabellenwert von 16.000 Litern.

 

Zur Herstellung eines Burgers braucht man rund 3000 Liter Wasser.
Allein in Großbritannien wurden 2012 ca. 5 Milliarden Burger verzehrt, das entspricht ca. 15 Billionen Liter Wasser.
Um ein Hähnchen zu erzeugen braucht man rund 9000 Liter Wasser.

Zum Vergleich dazu auch mal ein paar Zahlen, wieviel Wasser zur Herstellung anderer Artikel benötigt wird:

  • 1 kg Schokolade – ca. 27000 Liter Wasser, das sind ungefähr 2700 Liter pro Tafel
  • 1 Baumwollschlafanzug – ca. 9000 Liter Wasser
  • 100 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee – und zwar bevor der Kaffee überhaupt aufgebrüht wird
  • für eine Ein-Liter-Flasche aus Plastik werden ca. 4 Liter Wasser benötigt
  • um einen einzigen in einem Handy, PC, Navi, iPad etc. verbauten Chip herzustellen werden ca. 72 Liter Wasser gebraucht
    (Quelle: Buch „Zehn Milliarden“ von Stephen Emmott, Seite 78 – 81).

 

Fazit: Die Tierzucht und Fleischproduktion verbraucht die Hälfte der Trinkwassermenge und verschmutzt unser Wasser gleichzeitig am stärksten. Ausserdem ist sie eine wesentliche Ursache des Klimawandels, sie verseucht unsere Böden am stärksten und ist hauptverantwortlich für den von Menschen verursachten Treibhauseffekt.

 

Es ist mittlerweile eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache:


Die Fleischproduktion schädigt damit das Klima stärker als Autofahren!!!

 

Es ist löblich, dass die Politik sich dafür einsetzt, die schädlichen Substanzen der Autoabgase immer weiter zu reduzieren, um unsere Atmenluft besser zu machen.

Aber: Warum sieht die Politik überhaupt keinen Handlungsbedarf gegen die Massentierhaltung und Fleischproduktion vorzugehen, wo diese doch der „Klimakiller Nummer 1“ ist ??? Hier versagt die Politik auf der ganzen Linie.

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